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Justus Pault Gewalt lässt keinen kalt  
Justus Pault      Leseprobe aus meinen gesammelten Werken Gewalt lässt keinen kalt





Traum und Riese

Der Traum schwebt im Tiefflug über die Wiese.
Auf dem Teppich der Natur schläft ein Zehnmeter-Riese.
Vögel singen ein leises Lied,
während am Himmel eine einsame Wolke vorüber zieht.
Der Traum schaut sich den Schlafenden an
und überlegt, ob er ihm helfen kann.

Neugierig hört er in die Seele des Riesen hinein.
Der hat ein Problem. Er mag nicht länger alleine sein.
Stets ausgesetzt den dummen Blicken
bekommt er einfach nichts zu ficken.
Die Mädels sind zwar meistens nett,
aber er kriegt sie nicht ins Bett.
Der Riese wünscht sich eine Braut,
die seinen langen Lümmel kaut.
Er denkt, vom Sextrieb ganz besessen:
Die nächste Frau werde ich einfach fressen!

Der Traum ist empört!
So einen Schwachsinn hat er lange nicht gehört.
Der Traum hat letzte Nacht nicht gut geschlafen.
»Ich sollte den Riesen mit einem Wachtraum bestrafen.
Was jammert er, der große Mann?
Für mich bietet sich auch keine geeignete Partnerin an.
Oder hat einer schon mal was von einer Träumin gehört?
Mein Sexualleben ist gravierend gestört!
Ich bin doch nicht schwul und treib es mit dem Albtraum.
Der ist doch Abschaum.«

Dann beruhigt sich der Traum und lässt Gnade walten.
Er beginnt, sich in das Gehirn des Riesen einzuschalten.
Er lässt ihm eine riesige, nackte Frau erscheinen.
Eine dralle Blondine, mit meterlangen Beinen.
Die Riesin kommt lüstern auf den Riesen zugekrochen.
Plötzlich wird der Ärmste von einer Hornisse gestochen!
Mit einem Aufschrei
ist der Traum vorbei!




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